Forschungsverbund ‚Vernetzte kommunale Gesundheitsförderung für Kinder‘

Thema des Forschungsverbundes ist die Analyse der kommunalen Gesundheitsförderung durch vernetzte, lebenslauforientierte Angebote und ihrer Effekte auf die Gesundheit von Kindern mit besonderem Fokus auf vulnerable Zielgruppen. Fünf Forschungspartner analysieren das Zusammenwirken gesundheitsfördernder Angebote in kommunalen Präventionsnetzwerken und die damit verbundenen Effekte auf die Gesundheit aus interdisziplinärer Perspektive. Ein weiterer Gegenstand ist die Vernetzung kommunaler Akteure und der Wissenstransfer über ein Internetportal.

Zentrale Forschungsfrage

– Leistet das Konzept der kommunalen Präventionsnetzwerke einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Kindergesundheit und zum Abbau gesundheitlicher Ungleichheit?

– Wie können Praxisakteure diesen Beitrag zukünftig routinemäßig überprüfen?

Die Analyse der Angebote zur Gesundheitsförderung in den beteiligten Modellkommunen zielt auf die Klärung folgender Fragestellungen

– Versorgungslage (Welche präventiven Angebote gibt es?)

– Angebotsstruktur (Wie sind die Angebote horizontal, d.h. zwischen den Settings einer Lebens-phase und vertikal, d.h. Lebensphasen übergreifend vernetzt)

– Akzeptanz (Erreichen die Angebote die Zielgruppen?)

– Qualitative Wirkungsanalysen bei Zielgruppen und kommunalen Akteuren

– Quantitative Ergebnis-Analyse (Gibt es messbare Effekte auf die Gesundheit der Kinder?)

Erwartete Ergebnisse

– Praxisleitfaden zur Planung und Umsetzung von Präventionsnetzwerken und Gestaltung von Angeboten

– Wissenstransfer und Förderung der Vernetzung kommunaler Akteure über eine internetbasierte Kommunikationsplattform

– Entwicklung von Qualifizierungsangeboten im Bereich vernetzter kommunaler Gesundheitsförderung (wissenschaftlicher Nachwuchs Public Health sowie Aus- und Fortbildungsmodule für die Praxis)

 

Der Forschungsverbund trägt dem ganzheitlichen Ansatz der Präventionsnetzwerke durch ein inter- und transdisziplinäres Untersuchungsdesign Rechnung. Es erfolgt eine Abstimmung der methodischen Vorgehensweise sowie eine gemeinsame Auswertung und Integration der Forschungsergebnisse. Ziel ist die Entwicklung von Empfehlungen für eine zielgruppengerechte Gestaltung der vernetzten kommunalen Gesundheitsförderung, unter besonderer Berücksichtigung relevanter Schnittstellen und Übergänge (wie z.B. Kindergarten/Grundschule). Damit leistet das Forschungsprojekt einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung vernetzter, lebenslaufbezogener kommunaler Gesundheitsförderung.